Da ist der Kasten

Im August bestellt - endlich ist es soweit Ende April konnten wir unseren "Pössl" übernehmen.

Die Vorgeschichte - spontane Entscheidung

Wie erwähnt, im August haben wir uns nahezu spontan entschieden vom Wohnwagen auf einen Kastenwagen zu wechseln. Wir schauten uns diverse Modelle und Grundrisse bei verschiedensten Händlern an und auch auf Messen hatten wir noch den einen oder anderen Eindruck gehabt und uns letztendlich für den Pössl Roadstar 640 DK mit einem kompletten Badezimmer entschieden. 

Nach einigen Angeboten und Verhandeln haben wir uns mit einem Händler geeinigt, der nicht zu weit von uns weg ist und das Fahrzeug mit (unverbindlichen Termin) für März 2019 bestellt. 

Aufgrund des vielen Schnees Anfang Januar im Allgäu verzögerte sich die gesamte Produktion und die Lieferung wurde von Ende März auf Anfang April seitens Pössl verschoben. Ostern kam nun auch noch dazwischen, so dass das Fahrzeug am 25.04. endlich übernommen werden konnte. Die arme Disponentin beim Händler wurde von uns schon arg genervt. 

Die Übergabe

Frohen Mutes machten wir uns am 25.04.2019 dann mit der Bahn auf um das Fahrzeug zu übernehmen. Die Zulassung war bereits im Vorfeld erledigt und wir konnten direkt zur Einweisung übergehen.

Freudig schauten wir also ins Auto und stellten fest: es ist die falsche Innendekor. Statt der Elegance-Ausstattung (Dakota Eiche) das normale Pössl-Design (in Calvado Apfel).

Die Stimmung bei uns im Keller. Also wurde erstmal die Übergabe unterbrochen und es galt zu klären was geschehen ist. 

Falsches Fahrzeug? Fehler beim Ausbau? Haben wir was falsch bestellt? Wir haben doch bestimmt drei mal die Auftragsbestätigung kontrolliert. 

Also erstmal zurück ins Büro. Ein Anruf bei dem Hersteller, der Firma Pössl, brachte Licht ins Dunkel. Der Fehler ist beim Übertragen unserer Konfiguration durch den Händler in das Bestellsystem von Pössl entstanden und war später sehr schwierig zu entdecken. Nun war es allerdings zu spät und das Fahrzeug gebaut, geliefert und sogar schon angemeldet. 

Für uns ein riesiges Problem, immerhin haben wir genau wegen der Elegance-Ausstattung ein Fahrzeug neu bestellt und nicht aus dem Bestand gekauft. Acht! Monate gewartet und nun sowas.

Auszug aus dem Prospekt:

Was nun?

Gemeinsam mit dem Händler sind wir alle möglichen Optionen durchgegangen:

  • ein passendes Neu-Fahrzeug in der Farbe, Motorisierung und Ausstattung würde aufgrund der derzeitigen Nachfragen frühestens im September verfügbar sein.
  • alternativ lieferbare Ersatzfahrzeuge in unserer Konfiguration gab es nicht und auch hier wäre ein Kompromiss (Farbe, Motorisierung, Ausstattung) fällig.
  • Austausch der Fronten, unmöglich. 
  • Übernahme des gelieferten Fahrzeuges 

Wir schauten uns also noch einmal das gebaute Fahrzeug an, ob wir mit der Oberfläche die nächsten Jahre zurechtkommen würden und noch mal wie die Alternativen wären.

Schwerzen Herzens entschieden wir uns das Fahrzeug in Calva Apfel zu übernehmen, mit der Innenfarbe zu leben und die schon in der aktuellen Camping-Saison nutzen, wenn wir uns kaufmännisch einig würden, es war die realistischste aller Varianten.

Spoiler: Auch wenn es eine zähe, lange Verhandlung war, wir wurden uns einig und zwar in Form von Zubehör, welches noch vom Händler montiert werden wird.

So konnten wir dann doch die Übernahme fortsetzen und uns mit dem Fahrzeug vertraut machen - da wir bereits schon etwas Erfahrung mit dem Wohnwagen hatten, kannten wir schon einiges, was die Übergabe natürlich erleichterte.

Auch die gute Vorbereitung zur Übergabe seitens des Händlers machte es einfach:  

  • die Bord-Batterien waren geladen,
  • der Wassertank etwas gefüllt,
  • der Kühlschrank eingeschaltet,
  • und eine Gasflasche war auch angeschlossen.

Wir konnten alle Funktionen im Fahrzeug testen und uns noch mal erklären lassen, alles kann man sich eh nicht in der Zeit merken.

Hier hilft nur die Eigeninitiative und Lesen der Bedienungsanleitungen.

Also, bis auf zwei Punkte war am Fahrzeug alles in Ordnung, hier wird noch vom Händler nachgebessert, wenn die restliche Ausstattung montiert wird. Noch etwas schrift

Nun konnten wir dann endlich als Besitzer eines Camper-Vans vom Hof fahren und die Heimreise in den Harz antreten. 

Mit einer Woche Abstand können wir das ganze nüchtern betrachtet, wie folgt einsortieren:

Unser Händler hat (bis auf den Fehler) einen sehr guten Service erbracht. Immer war jemand ansprechbar, man hat sich super um uns gekümmert - wenn noch Änderungen und Fragen im Vorfeld waren. Der Fehler ist passiert, der jeden ärgern würde. Aber ein Fehler kann immer passieren wo Menschen arbeiten. Es ist dann aber die Frage, wie man mit diesen Fehlern umgeht und ob es eine kunden-orientierte Lösung gibt, und das können wir nur als vorbildlich beschreiben. 

Das Fahrzeug

So nun viel zum Vorher geschrieben, jetzt aber zum eigentlichen Fahrzeug. Der Roadstar 640DK hat zur Fahrtrichtung quer angeordnete Betten und dafür ein sehr intelligente Bad-Lösung (kein Raumbad), die wir später noch mal genauer beschreiben. Auch weitere Bilder werden noch kommen :-)

Das Auto ist 6 Meter und 40 Zentimeter lang, hat einen Citroen-Motor und verfügt über 163 PS genug Reserve für entspanntes Fahren. Citroen baut die Fahrzeuge zusammen mit Fiat und Peugeot in Sevel, Italien und ist damit ziemlich baugleich mit dem Fiat Ducato und Peugeot Boxer.

Die Ausstattung 

Citroen Jumper, 163PS 3,5 Tonnen 

  • Elegance Ausstattung
  • Citroen All-Inclusive Paket (ESP, ABS, ASR, manuelle Klimaanlage und Hillholder-Assistent) 
  • Tempomat
  • Traction+
  • Tagfahrlicht-LED
  • Lederlenkrad
  • 16" Alufelgen
  • Elektropaket für Aufbau 1+2 
  • isolierter Abwassertank
  • Truma CP+ Heizungssteuerung
  • zwei Aufbau-Batterien 

Zusatzausstattung 

  • Markise Dometic 2000 4 Meter
  • Sawiko Agito Van Fahrradträger 
  • Naviceiver - schaltbar auf die Wohnraum-Batterie 
  • in VOrbereitung Solaranlage Büttner CIS 100 WP 

Auf Fernsehen haben wir bewusst verzichtet. Wenn nutzen wir einen kleinen Taschen-Beamer (https://amzn.to/2WnZyO7 *Werbung), den wir vom Wohnwagen übernommen haben. 

bisheriges Fazit:

Bis dato waren wir erst einmal los und dabei alles Wichtige einmal getestet und ausprobiert. Trotz das wir uns platzmäßig verkleinert haben, war es für uns die richtige Entscheidung. Wir sind schnell zu Hause weg und auf dem Platz geht der Aufbau wirklich schneller.  Die Verarbeitung ist ok und mit dem Innenleben arrangieren wir uns gerade. So wie es jetzt ist, ist es gut, wir können die schönen Tage nun alle mitnehmen und freuen uns auf Norwegen! Bleibt unserem Blog treu! 

Die Staumöglichkeiten sind besser als gedacht und wir optimieren uns gerade. Hier werden wir noch den einen oder anderen Blog-Artikel-Schreiben. Insbesondere was die Beladung und unser Zubehör angeht. 

Zwei kleine Mängel zur Nachbesserung haben wir noch gefunden, aber das gibt es glaub ich in jedem Camping-Fahrzeug. 

Ärgerlicher ist eine bauliche Änderung am Basis-Fahrzeug durch Citroen/Fiat. Es werden andere Türhaltebänder an den Hecktüren verbaut. Hier besteht nun das Risiko, dass die Hecktüren weiter als 90° aufschlagen und müssen mal schauen wie das ganze sich so auswirkt, oder ob da noch was geändert werden soll.

Wir freuen uns jetzt erstmal auf weitere Touren und unseren Urlaub in Richtung Norwegen... 

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