Tag 5 und 6

auf nach Tromsø

Tag 5 01.07.2019

Wir wachen relativ früh auf und machen uns fertig. Gegenüber hat ein Kreuzfahrt-Schiff angelegt. Naja, gut das wir gestern hier schon uns umgeschaut haben. Auf Horden an Kreuzfahrern haben wir gerad keien Lust. 

Wir frühstücken in Ruhe mit Blick aufs Meer bevor wir los starten in Richtung Tromsø - der Wetterbericht ist durchwachsen bis regnerisch. Wenn es nicht zu stark regnet, wollen wir noch mal auf Tromsøs Hausberg Storsteinen fahren. Den haben wir bereits im Winter 2017 besucht - im Schnee und im Dunkeln - jetzt bei Tageslicht wär das natürlich ein Traum.

Aber erstmal müssen wir überhaupt nach Tromsø gelangen. 450 Kilometer wäre die Etappe, die wir natürlich in Ruhe und mit Pausen langsam erfahren. 

Zunächst führte uns die Tour bis Alta. Auf der Kreuzfahrt Winter im hohen Norden waren wir schon einmal hier (Reisebilder Alta, Norwegen) und haben wunderbare Nordlichter gesehen. Wir kamen auch direkt an der modernen Nordlicht-Kathedrale vorbei.  Ein kleiner Halt muss sein. Die Ansicht bei Tag und Wolken macht auch was her. 

Hinter Alta wird es wieder ruhiger. Die Landschaft wird etwas abwechslungsreicher vom Fjord zum Fjell und wieder zurück.  Von einigen Anhöhen hat man wunderbare Aussichten, auf die wolkenverhangenen Fjorde. Leider behielt die Wettervorhersage recht. Es regnete nun teils sehr "ergiebig" und die Temperatur hat sich auch wieder in den einstelligen Bereich begeben.

Entlang einiger Fjorde fahren wir immer weiter nach Westen bis Olderdalen, wo man nach Tromsø über eine Fähre 100 Kilometer abkürzen kann und die Fähre nach Lyngseidet nimmt, oder der E6 weiter folgt.  

Wir entschieden uns für die Fähre, die gerade ankam. Nur warteten schon einige Fahrzeuge vor uns. Ob wir wohl mitkommen würden und ob es mit unserer Autopass Ferjekort klappt? Die Fährkarte ist ein Prepaid-System mit dem man auf angehörigen Fähren ordentlich sparen kann. (50% für das Fahrzeug, 20% für die Passagiere). Nur macht noch nicht jede Fähre mit.

So auch diese. Wir kamen zwar mit, mussten aber mit Kreditkarte die Überfahrt bezahlen. Die Fahrzeit war nicht so lang, so dass wir gar nicht erst ausgestiegen sind. Aber lustig, wenn das Navi eingeschaltet bleibt - wir können über das Wasser fahren. 

Von Lyngseidet sind wir dann mit allen anderen Passagieren der Fähre im Konvoi direkt zur nächsten Fähre gefahren. Diese wartete bereits in Svensby und das Boarding lief. Just-in-Time kamen wir an.  Leider wurde auch hier die Autopass Ferjekort nicht akzeptiert - sei es drum.

Immerhin nur noch fünzig Kilometer bis Tromsø.

Unser Tank ist zwar nicht ansatzweise leer, aber die Benzinpreise waren  günstig, dass wir gleich voll tankten. Nur unsere geplante Wanderung viel dann doch buchstäblich ins Wasser - es regnete wie aus Eimern, also Plan B - den Wohnmobilstellplatz in der Innenstadt ansteuern und erstmal essen gehen. Der Platz ist übrigens nicht so leicht zu finden - da die Ausschilderung und Koordinaten nicht passen. Der Platz selbst ist aber relativ schön gelegen (für einen Parkplatz). Man blickt auf den Tromsøfjord und die Eismeerkathedrale und steht nicht weiter der Innenstadt entfernt.

Aber ob wir hier übernachten wollten, war uns noch nicht so ganz klar. 

Wir zogen erstmal ein Parkticket für 3 Stunden und machten uns auf zu Emmas Drømmekjøkken, wo schon Tim Mälzer in der Sendung Kitchen Impossible kochte. Trotz oder weil Montag war, war das Restaurant brechend voll und wir hatten keinen Platz bekommen. Ok, ja wir hätten vorher reservieren sollen, aber beides geht halt nicht spontan reisen oder vorplanen und reservieren. In andere Restaurants waren entweder im Ruhetag (war ja Montag) oder auch voll… so gab es für uns nur schnelle Kost aus der Tüte - wir langes kochen hatten wir keine Lust. 

Beim Essen diskutierten wir, ob wir jetzt in Tromsø bleiben oder noch ein Stück in Richtung Senja fahren wollen. Wir hatten in Google Maps interessante Plätze und Ziele vorher markiert. Sommarøya sollte auch schön sein und lag nah an der Fähre nach Senja aber es waren noch einmal 60 Kilometer zu fahren, die bei dem Dauerregen mal nicht so schön waren, wie die bisherige Tour.

 

Camping Sommarøya

Entsprechend waren wir froh, endlich Sommarøya zu erreichen, mitten in der Nacht. Auch hier war der Campingplatz eher ein Stellplatz und automatisiert mit der Abrechnung. An einem Automaten konnte man das Parkticket ziehen, ebenso wie die Gebühr für Toilette und Chemie-Entsorgung separat bezahlen. Wer will auch mit Kreditkarte, wie alles was wir bisher in Norwegen gezahlt haben. Überhaupt haben wir noch keinerlei Bargeld in Norwegen genutzt. Das ist in Norwegen schon sehr angenehm. 

Infos

Hier findet die vorherigen Artikel unserer Norwegen-Tour:

Camping Sommarøya

Großer Campingplatz ohne Schranke und mit freier Platzwahl. Anreise 24h dank Automat. 

Gute Lage direkt am Hafen.

Leider keine Eigene Webseite.

Preis: 200 NOK / 20 EUR pro Nacht 

zzgl. Strom, Toilette, ChemieEntsorgung

Autopass Karte

50% für Überfahrten bei teilnehmenden Fähren. In Nordnorwegen nicht verbreitetet aber in Süd-Norwegen. 

Weitere Infos: bei uns im Blog 

Tromsø

die größte Stadt Norwegens oberhalb des Polarkreises. Ausgangspunkt für Schlittenhunde-Touren im Winter und Polarlichter-Lichtexpeditionen. 

Auch weitere Infos bei uns im Blog.

Tromso (Norwegen) im Winter

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