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Reisebericht AIDA Winter im hohen Norden

Dicke Winter-Jacke und Winterstiefel statt T-Shirt und Flip-Flops waren auf der Reise in den hohen Norden angesagt. Vom 11.03. - 25.03.2017 fuhren wir mit der AIDA cara bis hoch nach Alta, Norwegen, weit in den Polarkreis hinein.

Einleitung / Vorworte 

Mit der "kleinen" Cara eine Fahrt im Winter nach Norwegen? Kann das gut wirklich gut gehen? Selbst auf den anderen Schiffen drängt sich schon alles bei schlechtem Wetter innen - wie würde das erst bei einer solchen Winter-Tour gehen? Die Wellness-Oase von den großen Schiffen gibt es auch nicht und auch sonst ist alles etwas kleiner - aber was sollen wir sagen - keine der Befürchtungen hat sich bestätigt. Die Laune an Bord war immer - und das trotz schlechtem Wetter - hervorragend. Die tolle Crew rund um Kapitän Lars Krüger, General Manager Christopher Leikauf und Entertainment-Managerin Anett Beitlich hatten sicherlich einen großen Anteil daran, wie auch das neue Selection-Konzept (dazu später mehr) und vor allem die entspannten Gäste. 


Anreise / Hamburg

Segler Tolkien vor AIDA prima

Die Fahrt nach Hamburg war reibungslos und schnell. 2,5 Stunden Fahrzeit - so früh hätten wir nicht damit gerechnet am Terminal in Hamburg Altona anzukommen, bereits um 10.30 Uhr waren wir die Koffer los. Bis zum Einchecken ab 12.00 Uhr war noch reichlich Zeit und das Parkhaus war auch erst ab 11.30 gebucht. Also vertrieben wir uns etwas die Zeit auf dem Dockland-Gebäude. 

Dockland HamburgSolange mussten wir uns auch gar nicht gedulden. Der Checkin wurde bereits eher geöffnet und der neue Boarding-Ablauf war sehr gut gelungen, so schnell waren wir noch nie an Bord einer AIDA. An Station 1  Gesundheitsfragebogen abgeben, an Station 2 die Pässe, Bordingpass und Foto machen lassen und an der folgenden Station die Bordkarten in Empfang nehmen. Zahlungsmittel konnten entweder online eingelesen oder später an den Terminals bei der Rezeption hinterlegt werden. Die Kabine war bereits bezugsbereit und konnten das Handgepäck loswerden um dann doch noch mal elbaufwärts zu laufen. 

Nach einem kurzen Snack im Calypso-Restaurant ohne Gepäck ging es runter vom Schiff. Erstmal das Auto im Parkhaus Holzhafen abgestellt. Wir hatten online reserviert. Für Kreuzfahrt-Passagiere gibt bei Online-Buchung günstigere Tarife.

Die Sonne meinte es sehr gut mit uns und es war herrlich frühlings-haft warm. Doch leider mussten wir bereits um 16.30 Uhr zurück an Bord sein um die Seenot-Rettungsübung zu absolvieren. Dabei wäre hier durchaus noch Zeit gewesen, denn wir starteten erst um 20.00 Uhr vom Liegeplatz in Richtung Hafen Steinwerder, wo noch ein generalüberholtes Ersatzteil verladen werden musste. Und dazu musste der Hafen Steinwerder erst von der AIDA prima verlassen werden.AIDA prima

Wie auch immer -  Hamburg verließen wir erst leider in der Nacht. Die Prima und die Cara verabschiedeten sich dann aber beim Auslaufen mit einem lauten Typhoon-Konzert. 


erster Seetag 

Der erste Tag ist eigentlich nie verplant aber trotzdem vergeht die Zeit wie im Flug. Neben dem Wasserurlaub-/Facebook-Forentreffen besuchten wir einige Vorträge mit Informationen zu den bevorstehenden Zielen.

AIDA hatte für diese Tour zwei Lektoren an Bord geholt: Jörg Trobitzsch, Buchautor & Fotograf, war der Fachmann für Skandinavien. In seinen Vorträgen verstand er auf unterhaltsame Weise viel zu den norwegischen Destinationen zu vermitteln. Dr. Hartmut Renken war als Fachmann zum Thema Polarlichter, Sternbilder, Astronomie und Himmelserscheinungen auf der AIDA Cara. 

Am Abend stellte sich der "Kapitän von Deck 10" Lars Krüger vor. Soweit wir es auf der Reise mitbekamen, war "unser" Kapitän immer ansprechbar und gern in Kontakt zu den Passagieren. 


Haugesund

Haugesund

In Haugesund wollten wir auf jeden Fall zum Langfoss-Wasserfall, welcher mit 612 Meter Höhe zu den zehn höchsten Wasserfällen der Welt gehört. Neben den AIDA Ausflügen haben wir im Internet die Firma GuideCompaniet gefunden, welche Ausflüge in Haugesund und Stavanger anbietet. Bereits der Kontakt im Vorfeld war super-nett und wir fühlten uns gut aufgehoben. Vor unserer Abfahrt aus Deutschland bekamen wir noch einmal eine Mail mit weiteren Informationen zum Ausflug, den Wetterprognosen und dem Treffpunkt.

Anett war unsere Reiseleitung an dem Tag und wartete vor dem Hafenterminal auf uns und versorgte uns auf der Tour mit sehr vielen Informationen zu Norwegen. Sie war selbst vor einigen Jahren aus Deutschland ausgewandert und ist nun Reiseführerin und Dolmetscherin hier. Auf alle Fragen gab es Antworten, egal ob es Maut, Krankenversicherung, Stress, Emigration oder einfach nur Alltag in Norwegen ging.

 Langfoss-Wasserfall 

Akrafjord

Bis zum Akrafjord benötigten wir ca. 1,5 Stunden. Die Fahrt führte über die Europastraße 134 durch mehrere kilometerlange Tunnel und entlang der vielen Fjorde der Gegend. Wir waren vor den AIDA Ausflügen im Fjord angekommen und durften als erste eine Tour mit Ausflugsboot starten. Leider war die Sonne heute etwas flüssiger, so dass wir "Original-"Norwegen erleben durften.

Die Bootstour führte über den Fjord bis zum Fuß des Wasserfalls Langfoss und später zur Halbinsel Eljarvik. Hier wartete der Bus wieder auf uns und brachte uns zu einer Farm, wo unser Mittagessen wartete. In einem 1000 Jahre alten Haus war ein norwegisches Buffet aufgebaut mit vielen regionalen Spezialitäten. Der Inhaber gestand uns, etwas nervös zu sein, weil wir die ersten Gäste hier waren. Das ganze war aber absolut gelungen.

Haraldshaugen DenkmalVon hier an führte die Fahrt wieder zurück Richtung Schiff mit einigem Stopps. Der erste Stop führte uns zur norwegischen Rosenmalerin (eine alte Kunst auf Porzelan zu malen) Unni Marie in Olen vorbei. Wer wollte konnte bereits beim Start im Bus eine Tasse mit seinem Namen vorbestellen. Ansonsten gab es im Shop allerlei Souveniers und wir wurden über die Malerei informiert. Webseite: http://www.rosemaling.com/ 


Nächster und letzter Stopp war dann das Haraldshaugen-Monument. Norwegens National-Monument. In dem Hügel soll König Harald Schönhaar begraben liegen. Nach eine ausführlichen Begehung und Erklärungen waren wir pünktlich am Schiff zurück.

Die komplette Bildergalerie ist online unter Reisebilder Haugesund

 


zweiter Seetag 

Wir waren am Abend vorgewarnt, es sollte stürmisch werden. Wellenhöhe bis zu 6 Meter. Schlussendlich waren es dann 8 Meter und Windstärke in Böen zwischen 11 und 12.

Unser Spinning-Kurs ist wegen Seegang abgesagt worden, die Laufbänder und Deck 6 gesperrt und selbst die Balkone auf Deck 7 wurden geräumt. Aber immerhin war es meist trocken. Am Abend gab es den Wein aus Cola-Gläsern, die Weingläser standen nicht mehr gut. Aufgrund des Wetters wurde auch das Einlaufen in Bodo vorverlegt.  

Polarkreis-Querung

Am Abend sollte dann trotz Wind und Sturm die Querung des Polarkreises (66° Nord - 33 Minuten und 55 Sekunden) gefeiert werden. Erreichen sollten wir diese gegen 23.00 Uhr. Gemäß den GPS-Daten sollte dies auch einigermaßen hingekommen sein. Trotz Regen war das Pool-Deck ordentlich gefüllt und nach einem Countdown durfte man über eine sich selbst ausgedachte Linie hüpfen.. immerhin haben auch alle Richtig zugehört und niemand ist in den Pool oder über die Reling gesprungen. Allzu lange dauerte die Party allerdings nicht. Ob es jetzt am Wetter oder der Musik mit Helene Fischer&Co lag - man weiß es nicht. (Den Regen hab ich jedenfalls ausgehalten). 


Bodø 

Wie schon geschrieben, aufgrund des starken Windes waren wir bereits eher in Bodø. Unser Mietwagen war jedoch erst ab 10.00 Uhr gebucht und obwohl laut Sixt eine Abholung ab 09.00 Uhr möglich war, hatte das Büro noch geschlossen. Eine liebe Norwegerin bekam unser Warten mit und setzte alles Hebel in Bewegung, kontaktierte Bekannte und das Büro wurde eher geöffnet. Unser Fahrzeug war ein Peugeot 5008, für 6 Leute etwas beengt, aber an einem Tag ok.  Mit zur Ausstattung gehört eine Mautbox, die die gefahrenen Mautstraßen registriert. Sixt berechnet die Maut dann per Kreditkarte weiter. Das eingebaute Navi war nicht auf dem aktuellen Stand, so dass wir froh über unser eigenes Navigationsgerät waren. Einige Hauptstraßen waren nicht vermerkt.

Der Saltstraumen ist ca. 40 Kilometer entfernt für die wir 45 Minuten benötigten. Reise- und Höchstgeschwindigkeit sind in Norwegen wesentlich geringer als in Deutschland. Die Tempolimits liegen zwischen 60-80 km/h auf der Landstraße. Zu schnell fahren kostet in Norwegen im Übrigen richtig viel Geld.

Saltstraumen

Saltstraumen von der Brücke fotografiert

Die Gezeiten, also Ebbe und Flut, sorgen für ein Naturschauspiel sondergleichen am Strom Saltstraumen. Enorm große Mengen Wasser fließen zu Ebbe aus dem Fjord und zur Flut in den Fjord hinein. Auf der Brücke der Strasse Fv17 hat man einen guten Überblick von oben. Auf der östlichen Seite des Saltstraumen-Ufers befinden sich unterhalb des Besuchszentrums viele Parkplätze und ein Weg führt direkt hinab zum Strom. Als wir diesen erreichten hatten wir ca. 10 Minuten bevor ein kräftiger Hagel-/Schneeschauer über uns einbrach. Dank des Windes konnten wir hinter einem Brückenpfeiler Schutz suche bis das Gröbste vorbei war.

Die Möglichkeit uns Aufzuwärmen und etwas zu trocknen nutzten wir im Besucherzentrum. Hier gab es Waffeln und Kaffee bevor es auf die Brücke ging, um den Strom und die Strudel von oben zu fotografieren. Wir waren gegen 12.00 Uhr hier oben, die Zeit bei dem der Strudel gemäß Gezeitentabelle am Stärksten ist. Die Touristeninfo Bodø veröffentlicht eine Tabelle mit den Gezeiten: http://bodo.kommune.no/getfile.php/Borgerportalen/Serviceenheten/Skjemaer/Tabell%202017.pdf 

Saltstraumen und Brücke

Polar-Taufe

Der Polarkreis war überquert und es gehört zur "Seefahrer"-Tradition eine Taufe bestehend aus seltsamen Ritualen und Prüfungen besteht. Carolin Böhm & das Gastgeber-Team hatten sich einige schöne Dinge einfallen lassen. Salzige Speisen und Getränke, Eisschnitzen, Seemannsknoten und Fotos mit Eisbären waren zu meistern, bevor man die Taufurkunde vom Kapitän ausgehändigt bekam. 


Tromsø 

Die Ankunft in Tromsø war am Nachmittag vorgesehen. Es lohnte sich dennoch den ganzen Tag an Deck zu verbringen, soweit das Wetter es denn zuließ. Denn dieses war genauso abwechslungsreich wie die Landschaft. Sonnenschein folgte Regen, folgte Sonne, folgten Schnee und Regen.

Die Fahrt verlief zwischen schneebedeckten Felsen, die bis zum Meer hinabgingen, vorbei an kleinen Dörfern und hindurch unter riesigen Brücken. 

Wetter vor Tromso

So zog sich die Fahrt langsam hin, bis wir uns gegen 14.30 Uhr langsam Tromsø näherten. Vor der markanten Brücke, die die Stadtteile verbindet, wendeten wir und machten dann hinter der MS Lofoten fest. Die Lofoten ist das älteste im Einsatz befindliche Schiff der Hurtigruten und noch um einiges älter als die AIDA cara. 

MS Lofoten in Tromso

Die Wettervorhersage war durchwachsen; der Himmel bewölkt und es auch noch teils windig. Dennoch entschieden wir uns für den Hausberg Storsteinen.  Wer mag kann dann Bus bis zur Seilbahn nehmen, wir mochten aber das kurze Stück lieber laufen. Der Weg führt über die große Brücke vorbei an der Eismeerkathedrale ein Stück bergauf. Ab der Kathedrale ist der Weg ausgeschildert. Da die Straßen oberhalb teils vereist und schneeglatt waren, empfehlen sich hier übrigens wirklich Spikes für die Schuhe. Zumindest dabei haben, kann nicht Schaden. 

Die Seilbahn fährt alle 30 Minuten. Sollte die Gondel für 28 Personen voll sein, fährt die Seilbahn mehrfach. Die Fahrtdauer beträgt kurze 5 Minuten. 

Tromso vom StorsteinenIn der Bergstation auf 421 Metern Höhe gibt es eine Plattform mit einer schönen Aussicht und auch ein kleines Kaffee/Bistro mit allerlei Angebot. Nachdem die Aussicht auf Nordlichter dann doch eher schlecht war, fuhren wir um 20.00 Uhr bergab und mit dem Linienbus zurück in die Innenstadt. (50 NOK p.p.). 

Tja und wie es manchmal so ist, klart der Himmel dann langsam auf. Und die Hoffnung auf Polarlichter war sofort wieder da. 

Während wir dann das Abendessen (die Pizza im Calypso-Restaurant) genossen - unterbrach uns die freundliche Stimme der wachhabenden Offizierin von Deck 10 mit dem dezenten Hinweis auf Nordlichter. Gut das die Kamera noch parat war.  

Polarlichter

Aurora Borealis in Tromso

 Ab an Deck und eine Position gesucht. Die Kathedrale + Brücke + Nordlicht war die Idee. Die Lichter blieben auch eine lange Zeit am Himmel, leider zogen dann wieder Wolken durch und das Schauspiel war vorbei. 

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Tromsø Tag 2

Hundeschlitten Fahrt 

Huskytour

Eigentlich wollten wir in Alta eine Schlittenfahrt mit Übernachtung machen, leider gab es nur einen Anbieter in Alta und dieser verwies uns zurück auf AIDA. Bei AIDA selbst war dieser Ausflug anfangs nicht buchbar - erst als unsere Planungen abgeschlossen waren und dann zu unmöglichen Preisen. So entschieden wir uns in Tromsø mit dem Anbieter Villmarkscenter die Hundeschlittenfahrt zu machen. Das ganze ist relativ internation in Tromsø, daher werden die Ausflüge in englischer Sprache durchgeführt.

Treffpunkt war das Radison Hotel wenige Gehminuten vom Schiff entfernt. Wir haben eine Tour zum selbst fahren gebucht. D.h. man fährt, schubst und bremst den Schlitten selbst. Möchte man die Tour mit jemanden zusammen machen, sollten beide diese Tour buchen, damit man zusammenbleibt. 

Im Firmensitz wurden wir dann hinsichtlich unserer Kleidung gemustert. Sinnvoll sind neben Skihose und Jacke auf jedenfall auch Schnee geeignete Stiefel. Mütze und Handschuhe sind auch von Vorteil. Bei Bedarf bekommt man aber vom Centre entsprechende Kleidung dazu.

Nachdem die Kleidungsfrage geklärt ist wurde uns ausführlich erklärt, wie wir mit den Schlitten umgehen. Im Endeffekt einfach - Hände umklammern fest den Griff, die Füße stehen auf den Kufen und bei Bedarf betätigen diese auch die Bremse oder man muss am Berg auch mal mit schieben. 

Ob mal alles verstanden hat, konnte man anschließend in der Praxis sehen. Es ging direkt zu den Schlitten, wo die Hunde bereits angeleint waren und langsam mitbekamen das es nun los geht und laut bellten. Positionen einnehmen und dann wurde von einem Guide der Anker hochgenommen und bald setzten sich unsere 6 Schlitten in Bewegung. Die Fahrt führte zum Teil über bereits gefahrene Wege als auch zum Teil über Neuschnee. Einige Mulden mit Eis sorgten für kleinere Sprünge. Als Schlittenführer hat man schon nen bisschen mit festhalten bremsen und anschieben zu tun. Als Mitfahrer kann man alles genießen. Auf der Hälfte der Strecke wurden die Rollen dann getauscht.

Hundewelpen auf HuskyfarmNach der Tour gab es noch eine ausführliche Führung auf der Hundefarm mit viel Zeit bei den Huskys. 300 Hunde sind im Tromso Villmarkscenter "beschäftigt" und auch Nachwuchs ist vorhanden, der ausführlich gestreichelt und geknuddelt werden durfte.

Zum Ende gab es noch Eintopf und leckeren Schokoladenkuchen in einer typischen Sami-Behausung bevor wir wieder nach Tromso zurückgebracht wurden. 


Alta Tag 1

AIDA cara Pooldeck unter Schnee

Obwohl wir hier auch erst um 08.00 Uhr festmachen wollten, war ich schon wieder früh auf Deck. Allzuhäufig wird man sicherlich nicht mit einem Kreuzfahrtschiff im Schneesturm in Alta anlegen. Also aufgestanden, den ersten Kaffee an der Poolbar eingesammelt und ab auf Deck 11. Auf Deck 10 steht auch schon der Kapitän Krüger und manövriert uns gen Hafen. Kaum angelegt legt sich der Schneeschauer und Alta präsentiert sich winterlich und auch der nebenstehende Flughafen ist zu sehen. 

Unser Programm in Alta war recht entspannt:  Besuch der Innenstadt mit der Nordlichtkathedrale. Das Highlight sollte dann hoffentlich Abends mit der Polarlicht-Safari kommen. 

Vom Schiff bis in die Innenstadt wäre es schon ein ordentlicher Fußmarsch, 4 Kilometer bis zum Zentrum. Daher gab es einen kostenlosen Shuttlebus (bis 17.00 Uhr) in das Stadtzentrum, welches ziemlich neu und durchgeplant daher kommt. Mehrere Hotels, Einkaufszentren sowie halt sehr junge Nordlichtkathedrale sind hier zu finden. 

Für Schlittenhunde-Liebhaber gab es während unseres Aufenthaltes das Finale des Finnmarksløpet zu bewundern. 

Das Finnmarksløpet

das längste Schlittenhunde-Rennen Europas startet und endet in Alta. Von Alta bis nach Kirkenes und zurück geht die längste Strecke mit ungefähr 1.000 Kilometern Länge. 

http://www.finnmarkslopet.no/page.jsp?ref=about-us&lang=en 

Am Freitag und am Samstag sind nach und nach die Teilnehmer des Rennens über den Tag verteilt mit Ihren Schlittenhunden eingetroffen. Insgesamt haben 22 Teilnehmer das Rennen beendet. Die Siegerehrung fand bereits um 12.00 Uhr statt, während noch einige Teilnehmer unterwegs waren. 

Nordlichtkathedrale

Nordlichtkathedrale

Erst 4 Jahre alt ist die Nordlichtkathedrale in Alta. Eingeweiht wurde diese wirklich einzigartige Kirche im Februar 2013. Sowohl die Architektur außen als auch innen sind schön anzuschauen und den Eintritt von 4 EUR wert. 

Nordlicht-Kathedrale Altar

Glod Polarlicht-Tour (PublicTour) 

Aurora Borealis in AltaDie Polarlicht-Tour des externen Anbieters GLØD startete bei uns um 20.00 Uhr, weil die Tage Mitte März schon etwas länger sind und es später dunkel wird. Unser Treffpunkt war das Scandic-Hotel. Fahrtkosten mit dem Taxi vom Schiff ca. 330 NOK für 6 Personen. Mitreisende sind mit dem Linienbus (50 NOK pro Person) gefahren. Die Taxi-Kapazitäten in Alta sind sehr begrenzt - insbesondere wenn auch noch ein Event in Alta stattfindet - vorbestellen ist ratsam.

Wir haben bei GLØD an der Public-Tour teilgenommen, dass bedeutet, dass man mit anderen Gästen zusammen einen Tour macht (in kleinen VW-Bussen mit je 8 Personen). Alternativ geht die Private-Tour (hier bucht man ein Fahrzeug für 8 Personen komplett). Aber auch bei unserer Tour waren fast nur AIDA-Gäste. ( nicht mit den AIDA Ausflügen verwechseln - GLØD organisiert auch für AIDA die Touren - nur dort sind mehr Teilnehmer und diese starten direkt vom Schiff). 

Pünktlich um 20.00 Uhr wurden wir abgeholt und in die Zentrale von Glod gebracht. Hier erwartete uns noch ein kleines Abendessen (Lamm-Eintopf) sowie eine gute Präsentation zum Thema Nordlichter. Unsere Guides klärten uns noch über das Wetter auf und wir durften basisdemokratisch entscheiden, ob wir Kälte und klare Sicht oder Wärme und Wolken haben wollten. 

Klar, Polarlichter gibt es nur gut bei klarem Himmel und wir fuhren nach einem kurzen Zwischenstopp in den kalten Süden mit -14°C. Dafür wurden wir auch mit einigen Polarlichtern entlohnt.

Auf einer Anhöhe konnten wir lang und gut die Polarlichter in allen Variationen sehen, leider nicht ganz so intensiv wie in Tromso aber trotzdem beeindruckend. Zwischendurch wurden wir immer noch mit heißem Kakao und Christmas-Cake versorgt, bevor die Rückfahrt gegen 00.30 erfolgte und wir zum Schiff zurückgebracht wurden. Hier wartete in der AIDA-Bar noch eine heiße Gulaschsuppe (!) auf die Rückkehrer.

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Alta Tag 2

Ein entspannter halber Seetag. Ablegen aus Alta erfolgte gegen 10.00 Uhr morgens. Besonderes Highlight für einige Gäste war das Auslaufen vom Tenderboot mit zu Erleben. Aber auch so war die Ausfahrt aus dem Altafjord ein wettertechnisch absolutes Highlight.

 

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Sortland / Vesterålen

Auch in Sortland auf der Vesterålen-Insel Langøya wir individuell mit dem Mietwagen unterwegs. Landschaftsfahrt mit Nyksund. Diesmal allerdings mit 8 Leuten und 2 PKW. Einen Fahrzeug mit 6 Sitzen wäre teurer gewesen als zwei Kleinwagen. Die Internet-Suche ergab zwei Autovermietungen: AVIS und Hertz. Die besten Konditionen hatte unsere Freundin Simone bei Happycar ermittelt, die das Fahrzeug dann über AVIS bereitstellten. Kosten knapp 80€ für einen Kleinwagen mit Versicherungen, also 20 EUR pro Person. 

Die Vermietung befindet sich nach dem Verlassen des Terminals rechts an der Hauptstraße. Fußweg ungefähr 10 Minuten. Die Übergabe ging flott und auch die Fahrzeuge waren wintertauglich mit Spikes ausgestattet. Fahren bei dem Schnee und Ein also halb so schlimm. 

Erster Halt war der Handelsposten "Jennestad Handelssted". Hier gab es früher einen Gemischtwarenladen, heute ist es Museum und Galerie. Zwar zu unserem Besuch geschlossen, aber trotzdem ganz nett anzusehen.

Jennested

Die Fahrt nach Nyksund führte entlang einer schönen norwegischen Landschaft wie aus dem Bilderbuch. Fjorde mit schneebedeckten Bergen, typische norwegische Holzhäuser und zwischendurch immer mal etwas Sonne. Ab Myre wurde der Weg dann ziemlich schmal und wir hofften nicht jetzt schon auf die AIDA-Busse zu treffen. Das größere Fahrzeug hat in Norwegen Vorfahrt was für uns bedeutete zur nächsten Ausweichmöglichkeit zurück fahren müssen damit der Bus vorbeikommt. 

Aber die AIDA Busse warteten noch brav auf dem Parkplatz vor Nyksund. In die Stadt dürfen nur zugelassene Fahrzeuge. Es ist auch ziemlich beengt dort

Nyksund

Nyksund

Die Ortschaft Nyksund genießt zwar das Image eines Lost-Place, aber in den Sommermonaten kommen tausende Touristen in die Stadt. Im Winter ist es etwas ruhiger, aber kurz vor uns sind 3 Busse der CARA hier gewesen - das sind auch mal eben über 100 Leute. Wir hatten das Glück, dass die Gruppen bei unserer Ankunft den Rückweg antraten und wir daher fast die einzigen im Ort waren. Nur so konnte man etwas vom einsamen maroden Charme mitbekommen.

Mehrfach war das Dorf verlassen worden und es gab keine Einwohner mehr. Durch verschiedene Projekte wurde man wieder auf den Ort aufmerksam und die Häuser wurden teils renoviert. Heute leben wieder einige Menschen dort. Auch der deutsche Ringo Haupt lebt in Nyksund und betreibt hier das Restaurant Ekspedisjonen.  Von Ihm bekamen wir auch noch einmal den Hinweis auf dem Rückweg einen Abstecher nach Stö zu fahren, welchen wir auch gern folgten.

Vorher mussten wir aber noch am Denkmal von Torstein Reinholdsen anhalten. Der Fischer hatte im Jahr 1827 40 Menschen vor dem Ertrinken gerettet. 

Denkmal von Torstein Reinholdsen

Stø war die nächste Station. Hier gibt es eine Fischfabrik für Stockfisch. Auf großen Gestellen trocknet hier der Fisch langsam. Auf dem Gelände konnten wir auch zusehen, wie der neue Fisch gerade an die Gestelle gehängt wurde.

Stockfisch

Wir fuhren dann langsam in Richtung Sortland zurück. Vorher noch ein kurzer Stop um die AIDA cara vor Sortland zu fotografieren und dann Mietwagen zurückgeben. Zu Fuß ging es noch einmal durch den Ort. Sonderlich erwähnenswert ist eigentlich nichts. Man wirbt mit der blauen Stadt - meint man hat einige Häuser blau angepinselt.


Dritter Seetag 

Faulenzen


Trondheim

Wenn es etwas an der Tour zu optimieren gibt, dann die Aufenthaltszeiten für Bergen und Tromso. Lieber ein Ziel weniger und dafür länger. 

Der normale Liegeplatz für die Kreuzfahrer war im Umbau und so lagen wir im Industriehafen. Wie der Kapitän uns beim Anlage-Manöver "deckübergreifend" erklärte, ist die Einfahrt um die 55 Meter breit, die AIDA Cara ca. 30 Meter. Bleiben links und rechts ca. 10 Meter zur Verfügung. Bei Wind muss zusäzlich noch ein Vorhaltewinkel berücksichtigt werden, was die Einfahrt noch schmaler werden lässt und der Hafen ausfallen müsste. Aber es hat alles gepasst und wir waren um 08.00 Uhr fest - und um 08.35 von Bord. 

Schiff rückwärts einparken in Trondheim

Vom Aushilfsliegeplatz benötigt man ca. 25 Minuten zu Fuß bis zum Nidaros-Dom, den wir als erstes ansteuerten. Fotografieren ist im Dom übrigens untersagt. Mitgeteilt wird dies erst nachdem man Tickets gekauft hat und im Dom drin ist. Das Verbot wird im Dom willkürlich durchgesetzt. Wer Glück hat wird nicht ermahnt. Da ich immer respektvoll ohne Blitz fotografiere, hab ich bei diesem Bauwerk nun aber auch keine Lust mehr gehabt und werde gar keine Bilder veröffentlichen. Der Dom selbst ist zwar kirchenhistorisch sicherlich wichtig - aber besonders sehenswert - da gibt es andere Bauwerke.  Der Eintrittspreis von 90 NOK pro Person happig. 

Weiter geht der Rundgang über die Gamle Brugg entlang dem Fahrradlift der noch im Winterschlaf war hoch zur Festung Kristiansten.  Ganz nette Aussicht hier oben. 

Trondheim Alte Brücke

Nach dem Abstieg noch einmal entlang der Hansehäuser zurück über den Torg genannten Marktplatz zum Schiff. Natürlich musste dann auch mal wieder Regen einsetzen und so waren wir pünktlich um 12.30 zurück am Schiff, was nicht alle Passagiere diesmal geschafft haben. Zwei Gäste durften in Trondheim zurück bleiben und erst in Bergen wieder zusteigen. 

Fans des gepflegten Seegangs sind auf dieser Reise dann auch noch mal voll auf die Kosten gekommen. Kaum waren wir hier aus dem Hafen raus, lag das Schiff auch schon kräftig auf der Seite. Der Wind kam direkt von Steuerbord und wir hatten eine ordentliche Krängung. Seegang kam dann pünktlich zum Abendessen noch hinzu. Abenteuerurlaub gebucht und mehr als reichlich bekommen. 


Bergen

Panorama Bergen

Die Einfahrt schauen wir uns vom Sport-Deck beim Spinning an - alles total easy. Und dann nach Bergen zu kommen, ist ja fast wie nach Hause kommen, es ist unser vierter Stopp hier. Obwohl mit Kanonenschlägen wurden wir noch nie begrüßt. In der Festungsanlage fand ein Staatsempfang statt, wie wir später erfuhren.

Unser heutiges Ziel war die Halbinsel am Aquarium. Auf dem Floyen und Ulriken waren wir schon, die Innenstadt auch schon erkundet, aber hier waren wir noch nie. Dabei gibt es hier neben den Aquarium auch einige interessante Blicke auf Floyen und das Bryggen-Viertel - und auf dieser Seite befand sich auch die Eisbar.

Eisbar "Magic Icebar"

Magic Ice Bergen Eisbar

Wenn Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen öffnet die Magic Ice Bar bereits eher, sonst ab 16.00 Uhr. Es ist auch anzuraten vor den geführten Gruppen hier zu sein. Die Bar ist nicht sonderlich groß. Mit 50 Leuten kann man nicht in Ruhe die vielen Bilder im Eis entdecken und fotografieren. Dabei gibt es einige Interessante Gemälde und Skulpturen im Inneren zu entdecken. Etwa Gemälde des Norwegers Edvard Munch.

Der Eintritt kostet inklusive einem Begrüßungsgetränk (Krekling) 160 NOK.  Inbegriffen ist ein Leihponcho da es im inneren -5°C hat. 

Magic Ice Bar

Vierter Seetag

Der letzte Tag der Reise. Die Koffer werden bei uns immer irgendwann zwischen Frühstück und Nachmittag gepackt damit wir am Abend keine Stress mehr haben. Dieser war dann mit dem obligatorische Farewell-Dinner und der Farewell-Show mit  Crew und dem Kapitän auch komplett gefüllt. 

Die obligatorische Torte
Die obligatorische Torte
Kunstwerke aus Obst
Kunstwerke aus Obst
Kunstwerke aus Obst
Kunstwerke aus Obst
Das Leitungsteam der AIDA cara
Das Leitungsteam der AIDA cara
Die Crew
Die Crew

Fazit

Es war eine erlebnisreiche Reise mit vielen tollen Eindrücken, tollen Zielen und natürlich auch Nordlichtern. Wie wir für Norwegen zu dieser Jahreszeit erwartet haben, war natürlich nicht immer strahlender Sonnenschein. Schnee, Eis, Regen und Wind gehörten wie auch der ordentliche Seegang mal dazu. Dafür erlebten wir das Land authentisch. Mit guter Kleidung waren diese Widrigkeiten gut zu meistern. Dazu folgt eventuell noch einmal ein Blog-Eintrag - folgt uns einfach bei Facebook.

Von Seiten des Schiffes hat die Crew rund um Kapitän Lars Krüger, Generalmanager Christopher Leikauf und Entertainment-Managerin Anett Beitlich für eine gelungene Reise gesorgt. 

SO fahren wir gern wieder AIDA und freuen uns auf die nächste Selection-Reise! 

AIDA cara im Winter

Das Schiff wurde für den Einsatz im Winter etwas umgerüstet. An vielen Stellen sind Wärmestrahler etwa in den Raucherbereichen bei der Anytime-Bar und an der Poolbar installiert. Die Wege auf dem Pooldeck und auf Deck 6 wurden mit Teppichen ausgelegt um die Rutschgefahr zu minimieren. In allen Kabinen wurden elektrische Luftbefeuchter aufgestellt um der trockenen Luft durch die Klimaanlage entgegenzuwirken. 

Innen war es so gut temperiert, dass man schon kurzärmlig tragen konnte. 

Selection-Konzept

Bei unser Buchung gab es das Selection-Konzept von AIDA noch nicht. Es stellte sich erst später heraus, dass wir auf einer der ersten Selection-Touren sein werden. Was würde uns wohl erwarten - nur Marketing oder wirklich ein neues Konzept? Ganz neue ist natürlich nicht alles. Viele Punkte waren natürlich auch typisch "AIDA". Vom Ablauf "Sie haben Urlaub ..." bis zu einigen Motto-Abenden wie der Haifisch-Bar. 

Aber es waren viele Kleinigkeiten, die diese Kreuzfahrt von unseren bisherigen AIDA-Reisen unterschieden und auch angenehmer machten. Sei es eine Erfrischungsstation mit beim Zurückkommen, die Gulaschsuppe mitten in der Nacht beim Eintrudeln an Bord in der AIDA Bar, Fischbrötchen bei der Polarkreis-Überquerung und andere Nettigkeiten wie die Hafeninfo, die immer mit der AIDA heute ausgeliefert wurde. 

In den Buffet-Restaurants gab es viele Themen und Gerichte zum Thema Skandinavien. Sei es Norwegen, Schweden, Island oder alles zum Thema Lachs. Zu den Restaurants kann man sagen, dass es genügend Platz gab und wenn man zur Öffnung da war, auch für eine Gruppe mit 6 oder 8 Leuten keine Probleme bekman. Aufgegriffen wurde auch Tim Mälzers Besuch in Tromso bei einer Fernsehsendung - das Gericht wurde dann an Bord nachgekocht.

Als kleines Präsent gab es die Seekarte der Reise im Fotoshop. Dazu ein Logbuch für eigene Notizen zur Reise und auch wählbare DVD aus der Traumwelten Kollektion.

Wir sind gespannt was noch passieren wird. 

Selection Restaurant

Leider weggefallen ist das Rossini-Restaurant, welches nun "Selection-Restaurant" heißt. Hier gibt es nun Themenabende angelehnt an die Themen-Restaurants der anderen AIDAs. Wie das Buffalo-Steak-House, Casa Nova, French Kiss sowie Rossini. Je Abend ein anderes Thema. Ein Sushi-Abend hat allerdings gefehlt. Noch bedauerlicher ist, dass Highlights wie etwa Rossini-Mal-Anders oder das 12-Gang-Menü gestrichen wurden.  

Prinzipiell sind alle Abende als 3-Gang-Menü ausgelegt. Die Gänge stellt man sich aus der Selection- und Themen-Karte zusammen. Weitere Gänge sind als Aufpreis möglich. 

Wir haben dem Konzept zwei Mal eine Chance gegeben. Während die Küche rund um Mario Remus wie bisher im Rossini ein hervorragendes Essen geliefert hat, war der Service und die Organisation im Restaurant ziemlich suboptimal. Bleibt zu hoffen, dass es Startschwierigkeiten sind und AIDA hier nachbessert. 

Karte

In der Karte findet Ihr alle Punkte, die wir gemacht haben - sowie die Liegeplätze dieser Reise. Natürlich gibt es mehr zu entdecken, wirklich empfehlen und beurteilen können wir nur das was wir erlebt haben. 

Links

Die genannten Anbieter hatte ich in unserem Blogeintrag AIDA cara Winter im hohen Norden schon einmal erwähnt. Hier findet Ihr noch mal alle Links.

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