Bericht zwei Tage in Sankt Petersburg

Nur zwei Tage in Sankt Petersburg, wo es soviel zu sehen gibt. Mit einer tollen Reiseführerin kann man aber zwei absolute erlebnisreiche und volle Tage haben.

Vorgeschichte / Planung

Isaak Kathedrale

Die Liste mit Zielen, die wir in Sankt Petersburg sehen wollten, wurde ziemlich schnell lang und es wurde uns ziemlich schnell klar, dass kein pauschaler Ausflug oder Taxi-Tour uns hier reichen würde. Ohne Orts- und Fremdsprachenkenntnisse allein unsere Wünsche anzusteuern würde wohl schwierig werden. Russisch konnte niemand, weder lesen noch sprechen. Also wollten wir uns eine Tour von einer lokalen Agentur anbieten lassen abgestimmt auf unsere Liegezeiten. Dies hat auch den Vorteil, das man KEIN Visum beantragen muss, sondern man ein Tour-Ticket vom Reiseführer ausgestellt bekommt ähnlich der Ausflüge der Reederei. Dieses Tour-Ticket gilt als Einreiseerlaubnis/Visa, dafür darf man nur in Begleitung der Reiseleitung durch die Stadt. 

Im Internet gibt es eine Vielzahl von Agenturen und Reiseführern die für Sankt Petersburg Stadtführungen anbieten. Sehr gut auf unsere Vorstellungen passte bereits das Angebot von Ekatherina Karavaeva (tour-in-stpetersburg.com); auch unsere Sonderwünsche hat Ekatherina im Vorfeld gut in das Angebot eingearbeitet. Von allen Anbietern war es mit der teuerste Ausflug, dafür allerdings komplett mit Eintrittsgeldern und Essen. 

Allerdings war das auch unserem Wunsch nach einer eigenen Führung (4 Personen + Kind) und der Tour-Länge mit abendlicher Fahrt auf der Neva geschuldet. 

VISA / Tour-Ticket

Ekaterina hat bereits im Vorfeld unsere Reisepass-Daten abgefragt. Kurz vor der Reise schickte Sie uns dann die Tour-Ticket für die Einreise sowie Kontaktdaten zu unserer Reiseleiterin Galina zu. Ebenso wäre Ekaterina auch für Probleme erreichabr gewesen. 

Tag 1

Die Einreise klappte ohne Probleme und schneller als gedacht, so das wir noch etwas am Terminal auf Galina mit Ihrem Fahrer warten mussten. Im kleinen Mercedes-Bus sind wir dann gestartet und Galina erklärte uns etwas zur Sprache und wir versuchten uns in Russisch bevor es zur ersten Station (im wahrsten Sinne) ging. 

Die unterirdischen Paläste von Sankt Petersburg.

U-Bahn SanktpetersburgSo werden die U-Bahn-Stationen bezeichnet - Galina drückte unserer Freundin Nicole ein Paar Rubel in die Hand, welche dann die Tickets in Form von Münzen kaufen durfte. Mit der Münze kann man die Schleuse passieren und dann eine ewig lange Rolltreppe hinunter zur Station fahren. 

Die Station ist mit Marmorböden, Kronleuchtern und reichlich Verziehrungen wirklich als Palast zu bezeichnen. Wir sind dann 2 Stationen weiter gefahren, wo auf uns dann der Bus wartete mit dem es dann weiter an die Ostsee zum Peterhof ging.

 

Schloss Peterhof

PeterhofEtwa 30 Minuten sind wir dann mit dem Bus in die Stadt Peterhof, wo das gleichnamige Schloss Peterhof mit seiner prachtvollen Gartenanlage liegt, gefahren. Es gilt als das russische Versailles und gehört zum Unesco-Weltkultur-Erbe. Golden Glitzerten die Türme des Schlosses und die Figuren der großen Kaskade in der Sonne. Leider war die Kaskade aufgrund der Vorbereitungen zum Saison-Abschluss abgeschaltet. Galina führte uns durch die Anlage und machte uns auch auf die Spass-Fountainen aufmerksam, die teilweise durch Steine im Boden aktiviert werden konnten. 

Es ging anschließend weiter nach Puschkin, wo auch der Katharinen Palast steht. Vorher warteten noch 5 Gänge Russische Küche zum Mittagessen im Restaurant Yalta (http://www.yalta.gutsait.ru/). Sehr lecker und sollte unbedingt auch ausprobiert werden. 

Katharinenpalast

Katharinenpalast

Von Ekatherina und Galina wurden unsere Eintrittskarten schon vorher reserviert, also mussten wir nicht wie die Gruppen auf lange Einlasszeiten warten, sondern konnten in unserer kleinen Gruppe direkt durch den Palast gehen. Galina kannte sich hervorragend aus und konnte zu allem etwas berichten, es war schon etwas unheimlich, egal ob es die Zarenfamilie oder Raumdeko war. Beeindruckend war natürlich der große Festsaal als auch das Bernsteinzimmer. Leider durfte im Bernsteinzimmer nicht fotografiert werden und das wurde akribisch kontrolliert. 

Nachdem wir durch die langen Gänge dann durchwaren, schauten wir uns noch die Aussenanlage an bevor es zurück Richtung Sankt Petersburg ging. 

Neva-/Kanal-Fahrt & Sankt Petersburg bei Nacht

Als letzten Wunsch für den Tag hatten wir die abendliche Bootfahrt auf der Newa gebucht, bei Nacht startete keine Tour, so empfahl man uns eine Tour im Sonnenuntergang, wie sich herausstellte, ein absolutes Highlight, für 60 Minuten fuhren wir über die Neva und angeschlossenen Kanäle. Da es dann auch schon schön dunkel war, gab es noch eine kleine Tour durch Sankt Petersburg im Dunkeln mit Fotostopps an verschiedenen Stellen, wie der Blutskirche oder dem Nevsky Prospekt bevor wir um 21.00 Uhr das Schiff erreichten.

 

Alle Bilder sind in der Reisebilder-Galerie: .  

Tag 2

SäuleDer zweite Tag war so geplant, dass wir Sankt Petersburg nicht verlassen und in der näheren Innenstadt bleiben. Galina holte uns pünktlich am Hafengebäude ab und wir fuhren die ca. 3km bis zur ersten Station dem Neva-Ufer mit Blick auf den Winterpalast - einem Teil der Erimitage. Nächster Kurzer Stop an der Ostspitze der Wassiljewski-Insel gegenüber der Peter-und-Paul-Festung. Hier stehen 2 riesige rote Säulen, die als Leuchttürme dienen. 

 

 

 


 

Peter-und-Paul-Festung/Kathedrale

Sankt PetersburgVon hier war es nicht mehr weit bis zur Peter-und-Paul-Festung mit der gleichnamigen Kirche. Die Festung aus dem Jahr 1703 ist das historische Stadtzentrum Sankt Petersburg, war Gefängnis und beherbergt heute die Peter-und-Paul-Kathedrale, in der die meisten der russischen Kaiser begraben liegen. Unter anderem auch Kaiserin Katharina II. die Große. Ohne kurze Wartezeit konnten wir die Kathedrale betreten und bekamen von Galina wieder eine sehr detaillierte Erklärung der Kathedrale und auch viel über die Geschichte der Zaren Russlands. 

Winterpalast & Eremitage

Und da heute keine Erholung auf dem Programm stand, gabs kein Trödeln und viele Extra Fotostopps. Galina erinnerte uns, dass wir einen Termin mit dem Winterpalast und der Eremitage haben. Schließlich warten 60.000 Exponate darauf gesehen zu werden. (Naja fast. würde man jedes Bild nur eine Minute anschauen, bräuchte man insgesamt wohl Jahre). Die Gebäude der Eremitage (zu denen der Winterpalast gehört) ist sicherlich eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt, aber leider waren wir vier eher Kulturbanausen - und haben uns den Winterpalast nur auf Empfehlung angeschaut - von den Bildern verstanden wir eigentlich Null - Galina konnte eine Vielzahl erklären.

WinterpalastGut, dass wir der Empfehlung folgten. Der Palast war - ohne auch nur ein Blick auf die Gemälde zu werfen - bereits für sich sehr sehenswert. (Tipp: unbedingt 1-2 Stunden hierfür einplanen.). Besonders in Erinnerung blieben die Tronsäle, die Faunuhr, aber auch Gemälde von Leonardo da Vinci als auch Rembrandt.  Nebenher findet man aber auch Skulpturen und ägyptische Mumien. Leider ist ein spontaner Besuch nicht wirklich möglich. Dank der Vorplanung von Ekatherina konnten wir an der langen Warteschlange vor dem Eingang vorbeigehen und sofort mit Galina die Führung beginnen - besser geht es nicht. 

Nach soviel Kultur verliessen wir den Palast für eine Stärkung in einem netten Restaurant, welches fußläufig zwischen dem Palast und der Isaakskathedrale lag. Das Essen war gut, Details hab ich aber nicht mehr :)

Isaakskathedrale

Die höchste Kirche Sankt Petersburg und eine der größten Kuppelbauten der Welt ist die Isaakskathedrale - 111 Meter Lang, 97 Meter breit und 101,5 Meter hoch. Über 10.000 Menschen passen hier rein, allerdings ist es bei der russisch-orthodoxen Kirche so, dass keine Bänke im Inneren stehen - was die Anzahl etwas relativiert. Auch hier konnte Galine uns viele Informationen zur Kirche geben, das die 30 Minuten Aufenthalt hier komplett gefüllt waren, bevor es mit dem Bus zur letzten Etappe des Tages fuhren.

Blutkirche. Erlöserkirche, Auferstehungskirche

Blutskirche bei NachtViele Namen für ein markantes Gebäude in Sankt Petersburg, welches wir bereits am vorherigen Abend prachtvoll beleuchtet gesehen haben. Die Auferstehungskirche mit den Typischen Zwiebeltürmen wurde an der Stelle errichtet, wo Zar Alexander II. einem Attentat zum Opfer viel. Von Außen sieht dieses Gebäude bereits sehr auffällig und farbenfroh, innen verschlägt es allerdings die Sprache. Die Verzierungen im Inneren sind alle aus Mosaiken und in kleinsten Details werden die Ikonen dargestellt. Entsprechend leider auch der Andrang.

Nach diesen vielen Etappen haben wir doch eine Menge gesehen und die Aufnahmefähigkeit war dann auch erreicht. Schließlich müssen alle Informationen auch verarbeitet werden. Nach einigen Außenaufnahmen fuhren wir dann zurück zum Schiff welches wir um 17.00 Uhr erreichten. 

Fazit

Sankt Petersburg ist absolut beeindruckend und wir können mit Sicherheit sagen, sofern es sich irgendwie einrichten lässt, wir kommen noch einmal wieder. Die Tour von Ekaterina&Galina hat natürlich dazu beigetragen. Wenn Ihr einen Touranbieter sucht, schaut euch mal bei Ekatherina um: http://www.tour-in-stpetersburg.com/

Bilder&Video

Eine Slideshow mit Fotos hier https://www.youtube.com/watch?v=Zpt-JqRxPT0

Unsere ausführliche Bildergalerie findet Ihr hier:

Reisebilder St. Petersburg

Reisebilder St. Petersburg am Abend

Tags: Reisebericht

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