Matera & Taranto
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Von Taranto nach Matera – Besuch der berühmten Höhlenstadt
Ausflug von Taranto nach Matera – Zu Besuch in der berühmten Höhlenstadt
Während unserer Kreuzfahrt mit der Mein Schiff 5 erreichten wir am 7. Juni den Hafen von Taranto in Süditalien. Für diesen Tag hatten wir einen Ausflug nach Matera gebucht, einer Stadt in der Region Basilikata, die für ihre jahrtausendealte Geschichte und die außergewöhnlichen Höhlenwohnungen bekannt ist. Bereits am frühen Vormittag lagen die Temperaturen bei knapp 30 Grad, sodass ein sonniger und warmer Ausflugstag bevorstand.
Nach der Busfahrt von Taranto nach Matera erreichten wir die auf einem Felsplateau gelegene Stadt und begannen unseren Rundgang durch die historische Altstadt.
Erste Eindrücke der UNESCO-Welterbestadt
Schon die ersten Ausblicke auf Matera waren beeindruckend. Die Altstadt schmiegt sich an die Hänge einer tiefen Schlucht und wirkt mit ihren hellen Steingebäuden beinahe wie eine natürliche Fortsetzung der Felsenlandschaft. Kein Wunder, dass Matera seit 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.
Bei unserem Spaziergang durch die engen Gassen und über die zahlreichen Treppen boten sich immer wieder schöne Panoramablicke auf die historischen Viertel. Die besondere Bauweise fällt sofort ins Auge: Viele Häuser sind übereinander angeordnet, sodass Dächer gleichzeitig als Wege oder Plätze für die darüberliegenden Gebäude dienen.
Die berühmten Höhlenwohnungen der Sassi
Das eigentliche Wahrzeichen Materas sind die sogenannten „Sassi“. Dabei handelt es sich um Wohnhöhlen, die direkt in den weichen Kalk- und Tuffstein gehauen wurden. Die Siedlungen gehören zu den ältesten dauerhaft bewohnten Orten der Welt und prägen bis heute das Stadtbild.
Über viele Jahrhunderte lebten die Menschen hier unter einfachen Bedingungen. Die Wohnungen bestanden oft nur aus wenigen Räumen, Wasser wurde in Zisternen gesammelt und viele Familien teilten sich den Wohnraum mit ihren Tieren. Trotz der einfachen Lebensweise entwickelten die Bewohner ein erstaunlich ausgeklügeltes System zur Nutzung und Speicherung von Regenwasser.
Während unseres Rundgangs besichtigten wir eine der ehemaligen Höhlenwohnungen und erhielten einen guten Eindruck vom Alltag der damaligen Bewohner. Besonders interessant war die Geschichte ihrer Aufgabe: In den 1950er-Jahren wurden die Lebensbedingungen in den Höhlen zunehmend als unzureichend angesehen. Die Bewohner zogen nach und nach in neu errichtete Wohnviertel um, und die letzte Höhlenwohnung wurde Ende der 1950er-Jahre aufgegeben.
Dadurch blieben viele der Wohnungen nahezu unverändert erhalten. Erst Jahre später erkannte man ihren historischen Wert und begann mit umfangreichen Restaurierungsarbeiten. Heute vermitteln die erhaltenen Wohnungen einen authentischen Eindruck davon, wie die Menschen hier über Generationen hinweg gelebt haben.
Durch die Gassen von Matera
Nach den Erläuterungen unseres Reiseleiters blieb Zeit, die Altstadt weiter zu erkunden. Die verwinkelten Gassen, kleinen Plätze und zahlreichen Treppen verleihen Matera einen ganz besonderen Charakter. Hinter nahezu jeder Ecke eröffneten sich neue Perspektiven auf die Felsenstadt.
Immer wieder legten wir kurze Fotostopps ein, um die beeindruckenden Ausblicke über die Sassi und die gegenüberliegende Schlucht festzuhalten. Trotz der sommerlichen Temperaturen ließ es sich in den teilweise schattigen Gassen gut aushalten.
Auf den Spuren von James Bond
Matera ist nicht nur bei Historikern und Touristen beliebt, sondern auch bei Filmemachern. Die einzigartige Kulisse diente bereits mehrfach als Drehort für internationale Produktionen.
Einige Bereiche der Altstadt wurden für den James-Bond-Film „Keine Zeit zu sterben“ genutzt. Während unseres Rundgangs konnten wir einige der Orte sehen, die im Film zu erkennen sind. Auch wenn dieser Aspekt nur einen kleinen Teil des Ausflugs ausmachte, war es interessant, bekannte Filmschauplätze einmal selbst zu erleben.
Fazit
Der Ausflug nach Matera hat sich auf jeden Fall geloht - allerdings sollte man mehr Zeit aufwenden und evtl. auch mal am Abend wenn es etwas kühler ist die Stadt lang erkunden. Die jahrhundertealten Höhlenwohnungen, die besondere Architektur und die bewegte Geschichte der Stadt vermittelten einen guten Eindruck vom Leben in dieser Region Süditaliens.
Angesichts der Temperaturen & Zeit haben wir Taranto selbst dann nicht weiter erkundet.

































