Heimroute

4 Tage bis in den Süden

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Tag 16

Etwas Strecke machen ist angesagt - ursprünglich hätten wir ja die Fähre von Moskenes nach Bodø genommen - so mussten wir aber nun noch 230 Kilometer extra fahren, bevor wir Bodø erreichen. Das Bild zeigt eigentlich einen Großteil des Streckenabschnitts. Wald.

Dafür kamen wir an interessanten großen Steinformationen direkt neben der E6 bei Tommerneset vorbei.Irgendwo auf den Steinen sollten alte Felsmalereien seinen, aber die haben wir nicht so richtig wahrgenommen oder im Sonnenschein gefunden. Trotzdem der Stopp an den Felsen lohnt sich.

Wir hätten natürlich jetzt immer weiter, die ziemlich monotone E6 fahren können, aber ein bisschen an der Küsten wollten wir noch runterfahren so das wir in Fauska wieder in Richtung Bodø weiterfuhren.

Zehn Kilometer Südlich von Bodø liegt der stärkste Gezeitenstrom der Welt, der Saltstraumen. Bei einem Gezeitenstrom fließt das Wasser getrieben durch Ebbe und Flut durch eine enge Meerstraße. Beim Saltstraumen erreicht die Strömung Geschwindigkeiten von bis zu 40 Kilometer pro Stunde und bildet an den Rändern riesige Strudel.

Wir fahren weiter bis nach Glomfjord. In der Nähe befindet sich an, hier soll die Möglichkeit bestehen zum Svartisen Gletscher zu kommen und wir finden einen Übernachtungsplatz an einem Stausee unterhalb des Gletschers. 

 

Tag 17

Wir wundern uns, dass am Morgen noch einige Fahrzeuge an uns vorbei fahren, offiziell ist das hier eine nicht gewartete Construction-Road für den Staudamm, der oben am Gletscher ist. Wir sind natürlich neugierig und folgen der Straße.

Ein nicht gerade vertrauenswürdiger Tunnel, ohne jede Beleuchtung, ist am Ende. Aber kein Verbotsschild und die anderen PKWs sind hier ja auch augenscheinlich durch. 

Im Stockfinsteren wagen wir es trotzdem. Sowohl die Straße mit zig Schlaglöchern als auch der Tunnel selbst sind schon arg reparaturbedürftig. Außerdem geht es kräftig bergauf, aber nach über einem Kilometer kommen wir am anderen Ende an. 

Der Weg ist eine Schotterpiste und je höher wir kommen, je mehr Schnee liegt noch an den Seiten. Überall fließen kleine klare Bäche. Und durch den Nebel wirkt alles etwas unheimlich - wenn jetzt ein Troll auftauchen würde, wär das auch nicht verwunderlich. 

Wir kommen am Fuß der westlichen Staumauerdes Stormglovatnet an.  Es ist nebelig, regnet und es 2 Grad kalt. Jetzt die 125m hohe Mauer erklimmen um im Nebel nichts zu sehen - wir lassen es und fahren wieder ins Tal auf die Küstenstraße Fv17 zurück.  Immerhin haben wir ja noch etwas Strecke und vielleicht lockern die Wolken noch mal auf. 

Immerhin vor Halsa können wir aber einen Stück des Svartisen-Gletschers sehen. Hinter Halsa warteten mal wieder zwei Fähren auf uns. und mit der Fähre von Jetvik nach Killboghavn überquerten wir den Polarkreis bevor es wieder auf die E6 ging. 

Ein letztes Highlight für den Tag fanden wir am Wasserfall Laksforsen kurz vor Trofors. Nun folgte das ätzendes Stück Reiseroute von ganz Norwegen.

Diverse Baustellenprojekte ließen uns gar nicht gut vorrankommen. Tempo 30-60 war permanent angesagt. Laut Wikipedia gibt es hier 2 große Baustellen mit jeweils über 50km Länge. 

Wir wechselten uns ab und zogen immerhin durch bis kurz vor Trondheim, weil wir keinen schönen Schlafplatz an der Route fanden und auch nicht großartig suchen wollten.  Park 4 Night fand dann ein schönes Plätzchen am Meer.

Tag 18 Trollstiegen & Geiranger

Die Nacht war angenehm und aufgrund der langweiligen Tour viel es ja nicht schwer zu schlafen. Wir überlegten, wie wir nun am Geschicktesten zu unserer Fähre kommen würden. 

Direkt "Autobahn" und durch. Nein, wir dachten uns, wir nehmen die Tour durch Fjordnorwegen.

Also war die Idee über den Trollstiegen bis nach Geiranger zu fahren und dort dann zu bleiben. Der Geiranger Fjord ist ja ein Recht beliebtes Kreuzfahrer-Ziel, aber wie würde es sein, wenn kein Schiff am Abend mehr da ist? 

Jedenfalls kamen wir dann nach Andalsnes. Wo es dann auf der 63 zum Trollstiegen ging. Der Trollstiegen führt über 11 enge Haarnadelkurven auf ein Hochplateau bevor es Richtung Geiranger weiter geht. Mit bis zu 12 Prozent Steigung ist die Straße für Motor und Bremse schon eine Herausforderung. 

Gesteigert wurde die Herausforderung durch die wirklich vielen Fahrzeuge wie Wohnmobil, Reisebus, Gespanne und Motorräder, die einen hier entgegen kommen. Daher konnten wir auch am Wasserfall auf halber Strecke nur aus dem Wohnmobil fotografieren. 

Oben angekommen hatten wir den Eindruck mitten in Oslo City zu parken. Was ein Menschenauflauf. Immerhin die Aussicht ist schon sehr atemberaubend. Von zwei Plattformen hat man einen wunderbaren Blick auf die Kehren und in das Tal.

Wir machten natürlich auch unsere typischen Touristenfotos bevor wir uns weiter gen Süden machten. Im weiteren Verlauf des Hochplateaus kommt man noch an der Schlucht Gudbrandsjuvet vorbei, wo der Fluss Valldøla eine 25 Meter tiefe Schlucht in den Fels gegraben hat.

Geiranger Fjord

 

Nun ist es nicht mehr weit bis nach Geiranger. Nach der Fähre Linge - Eisdal geht es noch einmal ordentlich bergauf bevor man am Geiranger Fjord ankommt. 

Von der Aussichtsplattform am oberen Ende der Adlerkehren genossen wir noch einmal das Panorama, welches wir 2007 hier schon erlebt haben. Ein Blick ins Tal offenbarte leider auch, dass die Campingplätze im Tal optisch gut gefüllt waren. 

Es gab ja eh kein Weg zurück, wir fuhren die 11 Adlerkehren hinab und stellten fest, das der Ort restlos überfüllt war. Alle Campings voll. Keine Chance irgendwo hier zu übernachten, also ab auf die Fähre und weiter nach Hellesylt. Aber wenn man schon kein Glück hat, kommt ja auch Pech dazu. Die letzte Fähre war weg. So blieb uns nur die Weiterfahrt über das Fjell oder zurück über die Adlerkehren.

Wir fuhren hoch in Richtung Dalsnibba und hofften unterwegs etwas zu finden. Zwar hatten wir keine Lust noch weiter zu fahren, aber in Hjelle wurden wir fündig. Grande Camping war ein für norwegische Verhältnisse 5 Sterne Platz, ruhig und wir konnten noch in zweiter Reihe stehen und die Landschaft genießen. Zeit mal wieder den Grill rauszuholen und den Abend zu genießen.

Tag 19 - ohne Ziel

Wir schliefen erstmal aus und setzten für heute keinerlei Etappenziel, sondern schauen, wie weit wir so kommen, oder was wir noch so an schönen Plätzen finden und fuhren erstmal an den Armen des Jostedalsbreen Gletscher entlang.

Hinter Skei gibt es eine Möglichkeit zur Gletscherzunge Bøyabreen zu laufen. Auf Parkplatz, der neben Autos auch noch eine Kuhweide war, machten wir uns erstmal Mittagessen und genossen die Aussicht auf den Gletscher.  Während wir unser Mittagessen zubereiteten, fanden sich zwei junge Bullen auf der anderen Seite des Parkplatz ein und waren der Meinung zu testen, wer stärker ist.

Wir entschließen uns lieber den Parkplatz zu verlassen, bevor ein Bulle noch unser Fahrzeug demoliert.  Eine gute Entscheidung, wie sich später heraus stellte: https://www.nrk.no/sognogfjordane/kyrne-ville-berre-ha-litt-salt-_-prislappen-kom-pa-20.000-kroner-1.14629060

Wir fuhren weiter, unter anderem durch den Laerdalstunnel, welches zur Zeit der längste Autotunnel der Welt ist und eine Gesamtlänge von 24,5 Kilometer hat.  Bei der Einfahrt dachten wir zunächst, wir haben uns verlesen, aber es stimmte - der Tunnel ist fast 25 Kilometer lang.

Am anderen Ende des Tunnels folgt der Ort Flam bekannt durch die gleichnamige Flam-Bahn. Kurzzeitig überlegten wir hier zu bleiben, immerhin war es richtig, richtig warm aber aber nach unseren bisherigen Erlebnissen und der Völkerwanderung hier hatten wir keine Lust und fuhren direkt weiter. 

Wir müssen ja auch noch Ziele für das nächste Mal in Norwegen haben. 

Irgendwann sind wir Hardangerfjord und überqueren die imposante Hardanger-Brücke. Das Thermometer zeigt auf einmal 25° Grad an… wir können es kaum glauben, haben doch die restlichen Tage kaum 20 Grad gehabt. Leider sind die wenigen Campingplätze hier schon voll. 😥

Zur Hauptsaison nach Süd-Norwegen sollte man schon ziemlich flexibel sein oder reservieren. Richtige Plätze zum frei stehen jenseits der Siedlungen haben wir auch nicht gefunden und fuhren weiter...

Wir machen einen Stopp am Latefossen-Wasserfall. Nett aber kein unbedingtes Norwegen Highlight - da gibt es weitaus andere  Wasserfälle, etwa den über 600 Meter hohen Langfoss, der weniger Kilometer weiter im Akrafjord zu finden ist.

Langsam wird es dann auch wirklich Zeit ein Plätzchen zum Schlafen zu finden - irgendwie fährt unser Wohnmobil fast von allein, und da die Straßen leer sind, kommen wir auch mal gut vorwärts, und finden kurz vor Stavanger ein schönes Plätzchen zum Frei stehen. Wir sind zwar nicht die Einzigen hier, dafür haben wir noch eine schöne Aussicht und genießen unser Feierabendbier.

Ja, doch heute haben wir richtig Strecke gemacht. 560 Kilometer um genau zu sein und sind fast im Süden angelangt.

Geiranger

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