Hafeninfo La Reunion

Frankreich auf der Südhalbkugel - La Reunion 

Allgemein

Die Insel La Reuinon liegt über 2000 Kilometer südlich vom Äquator und ist doch ein Stück Europa. Die Insel gehört zu Frankreich und ist damit Teil der Europäischen Union. Bezahlt werden darf natürlich auch in Euro und so fühlt es sich gar nicht an, als ob man auf der südlichen Erdhalbkugel weilt. 

Der Kreuzfahrthafen ist in der Regel die Hafenstadt mit dem passenden Namen "Le Port". Diese liegt ungefähr zwanzig Kilometer von der Hauptstadt Saint Dennis entfernt. 

Generell sei noch erwähnt, dass Baden nur an ausgewiesenen Stränden mit speziellen Schutznetzen erfolgen sollte, da es vor Reunion einige hungrige Haie gibt und es zu einigen Unfällen in der Vergangenheit kam. https://reunion.de/reiseinformationen/reisesicherheit/ 

Einreise 

Entsprechend der Zugehörigkeit zur Europäischen Union benötigt man keinen Reisepass. Allerdings wird darauf hingewiesen, dass man ein Ausweis-Dokument mitführen soll. Wer seinen Reisepass nicht mitschleppen mag, sollte also entsprechend seinen (deutschen) Personalausweis dabei haben. 

Verkehr / Mietwagen / Busse 

Gefahren wird auf Reunion normal im Rechtsverkehr. 

Direkt (ca. 5-10 Gehmnuten vom Hafen entfernt) gibt es eine Autovermietung von Avis. Sofern ein Kreuzfahrtschiff im Hafen ist, wird diese auch Sonntags geöffnet, so die Auskunft per E-MAil. Wir konnten unser Fahrzeug dort abholen. Allerdings nimmt man hier einen kleinen Aufschlag. Alternativ muss man mit dem Bus oder Taxi zum Flughafen bei St. Dennis fahren. Dies war uns dann zu umständlich und zeitaufwendig. Die Zeit haben wir lieber vor Ort zum schauen verwendet. 

Wer sich allerdings über Busse kundig machen möchte, darf dies gern hier https://www.allonslareunion.com/en/reunion-vehicules/bus-networks.html erledigen. 

Auf eigene Faust

Die Übernahme hat einen Moment gedauert, aber dann konnte es losgehen. Wir waren ja von unserem Stau-Erlebnis in Le Havra etwas geerdet, was die Reiseplanung bei Kreuzfahrten angeht, so dass wir auf Nummer sicher planten. Wir sind zwei Tage auf La Reunion, so planen wir am ersten Tag weiter weg und am zweiten in der Nähe vom Hafen.

Unsere heutige Tour führt uns zu einen der aktivsten Vulkane der Erde - dem Piton de la Fournaise im Südwesten der Insel. Die Strecke selbst sind nur etwas mehr als 100 Kilometer, aber gerade im Bereich des Vulkans sind diese teilweise abenteuerlich. 

Über die gut ausgebaute Autobahn N1 bis nach St. Pierre ist die Fahrt gar kein Problem. Ab Saint Pierre fahren wir auch noch ein Stück Autobahn weiter, die RN3, bis zum Ort mit dem wunderschönen Namen Le Tampon. Man markt deutlich, wie wie wir an Höhe Gewinnen. In Le Tampon endet die Autobahn und es ist nur mehr eine normale Straße, aber wir folgen der RN3 immer weiter.

In La Plaine des Cafres  ist dann der Weg besser ausgeschildert und wir folgen der "Route de Vulcan". Irgendwie kommt uns hier auch die Gegend heimisch vor. Kühe weiden auf saftigen Wiesen und wir fühlen uns in den Harz versetzt. 

Lange hält das Gefühl nicht an, unser kleiner Renault kämpft sich tapfer den Berg hinauf und die Landschaft wird vulkanischer. Am Aussichtspunkt "Nez de Boeuf" hätte man sicherlich auch einen tollen Aussicht. Leider ist im Tal ziemlich viel Nebel.

So fahren wir weiter und genießen eine wunderbare, abwechslungsreiche Landschaft. Am Cratere Commerson hat man von einer kleinen Plattform direkten Blick in den Schlund des Vulkan-Kraters, der allerdings erloschen ist. 

Der Weg führt Weiter an den Rand einer riesigen Caldera - Les Plaine des Sables. Vom Parkplatz am Pass kann wunderbar eine kleine Wanderung machen und die Aussicht über die Caldera genießen. 

Danach geht es mit dem PKW über eine Seperntinen-Straße genau in diese Caldera. Ab hier beginnt eine ausgewaschene Schotterpiste mit vielen vielen Schlaglöchern. Wer keinen SUV oder Geländewagen besitzt muss schon ziemlich langsam fahren und aufpassen, möchte man seine Stoßstange behalten.

Aber die Strapazen werden belohnt, wenn man am Piton de La Fournaise auf der anderen Seite ankommt. Eine Wanderung bis zum Krater sollte allerdings gut überlegt sein. Zum einen kann es in der Caldera schnell nebelig und kühl werden zum anderen benötigt man einige Zeit . Zunächst muss man 100 Höhenmeter in die Caldera hinabsteigen bevor man die knapp 6 Kilometer zum Kegel erwandern kann. Für uns nichts, was man im Rahmen der Kreuzfahrt macht. Rechts der Vulkan. Der Weg führt links hinab, vorbei am kleinen Krater "Formica Leo" und dann 400m hinauf. 

Wie schnell sich das Wetter wandeln kann erfuhren wir dann selbst. Die noch eben freie Sicht war innerhalb von Minuten verschwunden. Dichte Nebelschwaden hängen nun über den Vulkan und auch unserem Weg zum Parkplatz. Haben wir eben noch fast geschwitzt, ist es schlagartig kühl und feucht geworden. Zeit um unsere Reise fortzusetzen.

Wir beschlossen also die Rückkehr aus der Caldera. Bis nach Plaine des Cafres müssen wir zurück fahren. Ab hier wählen wir einen anderen Weg. Wir fahren die N3 weiter in nord-östlicher Richtung und biegen dann ab nach Sainte Rose. Hier steht in einem Vorort die Kirche Notre Dame des Laves, welche beim Einem Ausbruch des Vulkans Piton de la Fournaise fast einem Lava-Strom zum Opfer fiel. Die Lava stoppte kurz vor dem Altar und die Kirche blieb stehen. 

Unweit der Kirche gibt es noch einen kleinen Wasserfall und "Strand" welcher auch sehr bei den einheimischen beliebt ist. "Anse de Cascades" Danach ging zurück in Richtung Schiff.  Zwischendurch wollten wir eigentlich noch bei einem Lava-Tunnel stoppen, der aber wohl nur mit Guides nach Vereinbarung zu erreichen ist - und auch noch Vanille kaufen. Die Fahrt zurück zog sich allerdings schon etwas. Die Strecke ist als Landstraße bis nach Saint Pierre ausgebaut.  Im Nachgang wäre es vermutlich das Beste gewesen irgendwo unterwegs in einem Hotel zu übernachten und dann direkt weiter zu fahren. So kamen wir pünktlichst zum Abendessen um 20.00 Uhr am Schiff an.

Tag 2

Le Maido

Heute wollten wir -nicht so weit fahren, aber auch auf der westlichen Seite gibt es genug zu sehen - theoretisch. Le Maïdo Berg und Aussichtspunkt auf den Talkessel Mafate. Allein die Auffahrt ist schon ein Erlebnis. Von Meereshöhe (also 0 Meter) geht es mit dem Auto auf über 2.000 Meter über den Meer. Wir starteten bereits um 7 Uhr um frühzeitig oben zu sein. Leider war auch das nicht früh genug. Im Tal hatten sich bereits einige Wolken gebildet, und wir durften folgenden Anblick genießen:

Nun denn es hilft ja nix, eine weitere Wanderung schlossen wir aus und fuhren also wieder bergab. Bei Trois-Bassis sollte noch eine Bademöglichkeit bei einem Wasserfall bestehen, aber hier war der Zugang gesperrt, so dass wir einen weiteren Aussichtspunkt ansteuerten.

Cap Noir.

Dieses bietet sich direkt an, es ist nicht sehr weit vom Hafenort Le Port entfernt und gut mit dem PKW zu erreichen. Man fährt immer in Richtung "Dos d'Ane auf der Straße D1" bis ein Schild den Weg zum Ausgangspunkt "Cap Noir" weist. Von hier ist es ungefähr eine kleiner Wanderung von 20 Minuten über einen relativ guten Wanderweg mit tollen Aussichten bis man am Cap ankommt. Wer mag kann noch einen längeren Rundweg laufen.

Für uns war die Wanderung ausreichend und wir fuhren dann zurück in Richtung Le Port und entschlossen den restlichen Nachmittag etwas an Bord der AIDA zu genießen. 

Unsere Bilder-Galerie zu La Reunion

wie im Allgäu
Reunion
Aussichtspunkt Nez de Boeuf
Saftig grüne Wiesen
Vulkanlandschaft
Reunion
Blick in den Krater
Vulkanlandschaft
Reunion
Reunion
Reunion
Reunion
Panorama
Panorama
Panorama
Vulkan Panorama
Fahrt in die Caldera
Vulkanlandschaft
am Wasserfall Anse de Cascades
Friedhof auf La Reunion

Tags: Kreuzfahrt, AIDA, La Reunion

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