Landvergnügen Tour am Main

Endlich hat es mal geklappt, eine Tour mit dem Landvergnügen-Reiseführer, nachdem wir 2018 nicht dazugekommen sind, ging es dieses mal fast spontan über Pfingsten an den Main.

Landvergnügen?

Landvergnügen ist ein Stellplatzführer mit Übernachtungsmöglichkeiten bei Bauernhöfen, Landgütern und Winzern. Enthalten ist eine Vignette und eine Mitgliedskarte für die Saison um sich bei den entsprechenden Höfen auszuweisen und dort 24 Stunden kostenfrei stehen zu können. Im Buch ist auch erwähnt, ob es am jeweiligen Hof noch weitere Einrichtungen, wie Bewirtung, Strom, Dusche oder WC gibt und wie die Stellplätze beschaffen sind.

Einige kleine Spielregeln sollten dabei beachtet werden. Erstens bitten die meisten Gastgeber um eine vorherige Anmeldung, zum einen gibt es meist wenige Stellplätze für 1-2 Wohnmobile und eventuell haben die Gastgeber auch gar keine Zeit, wie es im wahren Leben manchmal ist. Ebenso gehört es zum Konzept sich für die Übernachtung erkenntlich zu zeigen, in Form von Einkäufen oder Verzehr. Aber wer regionale Spezialitäten sucht oder einkaufen möchte findet garantiert etwas. 

Auch sollte man natürlich beachten, dass man auf einem Bauernhof ist und dort kann auch mal Samstags und Sonntags gearbeitet werden. 

https://landvergnuegen.com/

Unsere Maintour

Da wir noch nicht genau wussten, wann wir loskamen, haben wir noch keinen Hof angefragt. Bei vielen ist die Anreise nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit möglich, weswegen wir von unterwegs einfach mal beim Weingut Leo Langer in Volkach anriefen. Siehe da es ist noch was frei, aber für einen Einkauf zu spät. Herr Langer öffnete dafür am nächsten Tag für uns seinen Weinkeller. 

Kein Problem, wir wurden telefonisch eingewiesen und standen auf einer riesigen Wiese direkt am Weingut und nicht weit von Volkach auf der einen Seite und den Weinbergen auf der anderen Seite. 

Eigentlich wollten wir noch in den Ort, aber ein kräftiges Gewitter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Allerdings hat der Ort uns so gut gefallen, dass wir hier auf jeden Fall noch einmal herkommen werden. Entsprechend gibt es nur einige Bilder aus Volkach von uns. 

Tag 2

Wir schliefen wunderbar und länger als erwartet - so blieb keine Zeit mehr ausgiebig zu Frühstücken, hatten wir uns doch mit Herrn Langer vom Weingut verabredet, der extra morgens seinen Laden öffnete. Ok, probieren wollten wir so früh morgens nicht, aber wir fanden doch einige vielversprechende Weine.

Da wir uns ja noch immer etwas an den Pössl gewöhnen müssen, haben wir uns für den zweiten Tag nicht allzuviel vorgenommen und wollten schauen was der Tag so bringt. Ein weiterer Landvergnügen Stellplatz war angefragt und wollte besucht werden. Auf dem Weg dorthin ging es an der Mainschleife entlang zu den Orten Sommerach und Schwarzach.

Abtei Münsterschwarzach

In Schwarzach gibt es die Benediktiner Abtei Münsterschwarzach (https://www.abtei-muensterschwarzach.de/) . Zur Besichtigung stehen die riesige Kirche sowie das Informationszentrum. Kloster-Bäckerei und Kloster-Schlachterei sowie ein Fair-Trade-Laden ermöglichen Einkäufe.

Weingut Roland Staudt

Durch Dettelbach führte der Weg nach Kitzingen, hier überlegten wir kurz uns auf dem Wohnmobilstellplatz zu bleiben, aber dieser war nahezu voll belegt und liegt direkt neben der riesigen Mainbrücke. Die Sicht war auch nicht so toll, dass wir uns entschieden hier eventuell ein anderes Mal herzukommen und zum nächsten Landvergnügen - dem Weingut Roland Staudt (https://www.weingut-staudt.de/) am Ortsrand von Sulzfeld. Im Vorfeld hatte uns Frau Staudt schon vorgewarnt, dass hier heute eine Jahrgangsverkostung stattfindet und der Parkplatz und die Stellmöglichkeiten etwas beschränkt sind. 

Wir sind dann dennoch hierher gefahren und wurden von der Chefin gleich begrüßt und eingewiesen. 

Vom Weingut ist es nicht weit in das kleine Örtchen Sulzfeld mit engen Gassen und dessen Kern umschlossen ist von einer historischen Stadtmauer. Wer mag kann, wie wir, entlang der Weinberge laufen. 

Natürlich haben wir auch die neuen 2018er Weine getestet. Die Weißweine waren wirklich nach unserem Geschmack herausragend. Allein für den Sauvignon Blanc und Grauburgunder hat sich die Fahrt gelohnt. So dass es weitaus mehr als eine Kiste Wein wurde. 

Am Abend kehrte dann Ruhe ein und wir parkten unser Wohnmobil hinter dem Weingut mit direktem Blick auf die Weinberge und mit einem wunderbaren Sonnenuntergang.

Besser kann man an einem Abend ja nun kaum stehen. 

Tag 3 - der Wein fürs Schakra

Die Nacht war wunderbar und nachdem wir ausgeschlafen und in Ruhe gefrühstückt hatten, setzten wir unsere kleine Tour fort. Etwas ärgerlich war es schon, dass wir keine Räder dabei hatten. Die Main-Region schreit gerade danach mit dem Rad erkundet zu werden. Aber unser Fahrradträger ist noch nicht geliefert und entsprechend müssen wir etwas anders planen und kommen auf jeden Fall noch einmal hierher. Die Nähe zur A7 lässt auch einen Zwischenstopp problemlos zu.

In Marktbreit machen wir auch einen Fotostopp, aber unsere Parkposition lässt längeres halten gerade nicht zu. Schade, Marktbreit scheint sehenswert. Übrigens kommt Dr. Alois Alzheimer - Entdecker der gleichen Krankheit aus Marktbreit. 

Als Abschluss zu unserer Reise und den folgenden Hochzeitstag haben wir uns beim dritten Landvergnügen-Gastgeber angemeldet:

Wörners Schlosshotel. 

Es besteht hier für ca. 5-6 Wohnmobile die Möglichkeit zu stehen. 

Am Schloss gibt es ein Restaurant, Hotel sowie das eigene Weingut, welches besondere Weine im Angebot hat. Die Weine unter dem Label "Cosmowein" sollen bioenergetisch sein und besonders im Einklang mit der Natur (Feng-Shui, Mondphasen) angebaut werden. Dazu gehört auch, dass diese nicht auf einer Wasserader lagern. https://www.cosmowein.de/ . Die Weine sollten dabei unterschiedliche Wirkungen auf die persönlichen Chakren haben. 

Wir haben zwar die Weine entsprechend getestet, konnten aber noch keine Veränderung feststellen - vielleicht müssen wir mehr davon trinken. 

Weniger für das Chakra als für unser leibliches Wohl genossen wir abends dann allerdings ein Vier-Gänge-Menü (Rinder-Carpaccio, Silvanercreme-Süppchen, Mais-Poularde an Kräuter-Risotto, Tiramisu). Essen war ok, der Service ist leider dem Rahmen des Restaurants nicht angemessen. Der Eindruck bestätigte sich am Morgen beim Frühstück (11 EUR pro Person). Dennoch, wir hatten einen schönen Abend und Aufenthalt und sind um einige tolle Erfahrungen reicher. Und, ohne den Landvergnügen-Reiseführer würden wir solche Plätze gar nicht erst finden.

Fazit

Wir haben 3 Landvergnügen Höfe - oder besser Winzer - besucht und viele tolle Erfahrungen gemacht. Wir haben tolle Weingüter kennengelernt, haben keine überfüllten Stellplätze genutzt, an tollen Orten geschlafen und tolle Produkte gefunden. 

Natürlich werden wir diesen Stellplatz-Führer weiter nutzen. 

Besuchte Weingüter: 

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